Schwerin macht mehr Altstadt autofrei
Mehr autofreie Fläche in Innenstädten stärkt nachweislich die Aufenthaltsqualität und fördert soziale Begegnung – das nützt besonders älteren Menschen, Familien mit Kindern und Menschen ohne Auto. Gleichzeitig bedeuten wegfallende Parkplätze für Teile der Bevölkerung, die auf das Auto angewiesen sind – etwa aus dem Umland – eine echte Einschränkung, die nicht kleinzureden ist.
Schwerin wächst als Landeshauptstadt und muss seine Innenstadt neu denken – das ist richtig und überfällig. Aber die entscheidende Frage ist: Wer profitiert wirklich? Menschen, die zu Fuß oder mit dem Rad unterwegs sind, gewinnen. Wer aus Parchim, Ludwigslust oder dem Umland mit dem Auto zum Einkaufen fährt, verliert Optionen. Ohne begleitende Verbesserungen im ÖPNV-Zulauf aus der Fläche bleibt die Maßnahme eine Schweriner Stadtlösung, die am Stadtrand aufhört.