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Thursday, 6. August 2026
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Schwerin übt Lebensretten – Verein will Weltrekord knacken

Der Schweriner Verein Nofias plant einen Weltrekordversuch im gemeinsamen Wiederbelebungsüben und will damit möglichst viele Menschen zur Laienreanimation befähigen. Das ist kein schlechter Ansatz – wer weiß, wie man reanimiert, kann im Ernstfall ein Leben retten. Die eigentliche Frage ist, ob diese Aktion über den Rekordtag hinaus wirkt und ob das Wissen auch in die Fläche getragen wird: nach Parchim, Ludwigslust, Hagenow – dorthin, wo der Rettungsdienst deutlich länger braucht als in der Schweriner Innenstadt.

Reanimationskenntnisse in der Bevölkerung zu verbreiten ist eine der wirkungsvollsten Maßnahmen zur Verbesserung der Überlebenschancen bei Herzstillstand – und das unabhängig vom Rettungsdienst. Initiativen wie diese stärken die Selbstwirksamkeit von Bürgerinnen und Bürgern und bauen eine alltägliche Resilienz auf, die kein Förderprogramm ersetzen kann.

Für eine Region wie Mecklenburg-Vorpommern mit langen Rettungsdienstwegen im ländlichen Raum ist die Frage, ob Ersthelfer vor Ort handeln können, keine Nebensache. Solche Aktionen in Schwerin sind ein Anfang – aber der echte Bedarf liegt in den Dörfern zwischen Parchim und Boizenburg, wo der Krankenwagen zwanzig Minuten braucht. Die entscheidende Folgefrage ist, ob Nofias den Schwung nutzt, um dauerhaft Kurse auch außerhalb der Kreisstadt anzubieten.