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Thursday, 17. September 2026
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Regional MV

Seebrücke Prerow: 830.000 Besucher in knapp zwei Jahren

Die Seebrücke Prerow hat seit ihrer Eröffnung im Oktober 2022 knapp 830.000 Besucher angezogen und sich gleichzeitig als Nothafen für 19 Havaristen bewährt. Das zeigt, dass touristische Infrastruktur und praktischer Nutzen sich nicht ausschließen müssen. Für die Region Vorpommern-Rügen ist das ein konkretes Beispiel dafür, wie Investitionen mehrfach wirken können – wenn sie gut geplant sind. Interessant wäre zu wissen, wie die Anlage langfristig finanziert und instandgehalten wird und ob die Einnahmen auch der lokalen Bevölkerung zugutekommen.

Eine Seebrücke, die nicht nur Touristen anzieht, sondern auch als Schutzhafen funktioniert, verbindet öffentliche Investition mit konkretem Nutzen für Küstenbewohner und Seefahrer. Für eine Region wie Vorpommern-Rügen, die stark vom Tourismus abhängt, zeigt das: Infrastruktur kann mehr leisten als Rendite für Saison-Gäste, wenn sie klug geplant wird. Ob das Betriebskonzept auch langfristig trägt – jenseits von Eröffnungszahlen und Ministerzufriedenheit – bleibt abzuwarten.

Für die Küstengemeinden an der Ostsee ist die Seebrücke Prerow ein handfestes Beispiel, wie regionale Infrastruktur touristischen Magnetismus und maritime Sicherheit verbinden kann. Spannend wäre jetzt der Blick auf die Folgekosten: Wer zahlt Unterhalt und Betrieb, und wie profitiert die örtliche Bevölkerung konkret – nicht nur durch vollen Parkplätze im Sommer? Solche Infrastrukturprojekte brauchen Nachfolgefinanzierung, sonst droht nach dem Jubiläum der Schönwetterjournalismus.