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Monday, 14. September 2026
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Demokratie & Zivilgesellschaft

Serbien: Spyware gegen Studentenproteste und Zivilgesellschaft

In Serbien wurden mindestens 14 Personen aus Zivilgesellschaft und Studierendenprotesten mit fortschrittlicher Spyware angegriffen – die bislang größte dokumentierte Angriffswelle dieser Art im Land. Digitale Überwachung wird zunehmend als Werkzeug eingesetzt, um zivilgesellschaftliches Engagement zu unterdrücken und Protestbewegungen einzuschüchtern. Dieser Fall zeigt, wie staatliche oder staatsnahe Akteure moderne Technologie nutzen können, um demokratische Teilhabe zu gefährden. Digitale Schutzkompetenzen und unabhängige Zivilgesellschaftsstrukturen sind deshalb keine Luxus, sondern Grundbedingung für freie politische Beteiligung.

Wenn Staaten Spyware gegen Studierende und Zivilorganisationen einsetzen, hört politischer Widerstand auf, sicher zu sein – das ist kein technisches Problem, sondern ein Angriff auf die Grundlage demokratischer Gesellschaften. Wer überwacht wird, zensiert sich selbst: Das kennen Menschen, die in der DDR aufgewachsen sind, aus eigener Erfahrung. Digitale Überwachung ist das neue Stasi-Werkzeug, und Europa muss endlich aufhören, so zu tun, als passiere das nur anderswo.

Der Fall Serbien steht nicht allein: In mehreren EU-Beitrittskandidatenländern werden Pegasus-ähnliche Tools gegen Opposition und Zivilgesellschaft eingesetzt, ohne dass die EU konsequent reagiert. Für Demokratiebewegungen in Osteuropa – und auch für Aktivistinnen und Aktivisten in Ostdeutschland, die wissen, wie Überwachung Netzwerke zerstört – ist das eine direkte Warnung. Zivilgesellschaftliche Organisationen brauchen dringend digitale Schutzinfrastruktur und politische Rückendeckung, bevor der nächste Protest ausgehebelt wird.