Siemens-Energy-Chef: AfD-Programm gefährdet Energiewende
Wenn ein Führungsmanager eines der größten Energietechnik-Konzerne der Welt öffentlich vor den wirtschaftlichen Folgen eines energiepolitischen Kurswechsels warnt, ist das mehr als Lobby-Rhetorik: Es zeigt, dass die Energiewende längst ein belastbares wirtschaftliches Fundament hat, das politisch leichtfertig zerstört werden könnte. Für eine offene Gesellschaft ist es wichtig, solche Stimmen aus der Praxis in den demokratischen Diskurs einzubeziehen, damit Wahlentscheidungen auf realistischen wirtschaftlichen Grundlagen basieren.
Für Mecklenburg-Vorpommern, das stark in Wind- und Solarenergie investiert und auf stabile Rahmenbedingungen für Bürgerenergiegenossenschaften angewiesen ist, wären energiepolitische Kehrtwenden besonders folgenreich. Laufende kommunale Projekte und Investitionen in Offshore-Windparks an der Ostseeküste setzen auf Planungssicherheit über viele Jahre hinaus. Das Statement von Bruch sollte als Warnsignal verstanden werden: Wer die Energiewende rückabwickeln will, gefährdet konkret Arbeitsplätze und Wertschöpfung in der Region.