Direkt zum Inhalt
minutentakt.
Friday, 18. September 2026
Ticker
Wissenschaft & Gesundheit

Sinkende Impfquoten bei Kindern: EU-weiter Trend besorgt Experten

In zahlreichen EU-Ländern gehen die Impfquoten bei Kindern zurück, was Gesundheitsbehörden mit Blick auf den Schutz vor vermeidbaren Infektionskrankheiten zunehmend besorgt. Der Rückgang gefährdet die Herdenimmunität und erhöht das Risiko einer Rückkehr bereits überwunden geglaubter Krankheiten. Gezielte Aufklärungskampagnen und niedrigschwellige Impfangebote gelten als wirksame Mittel, um dem Trend entgegenzuwirken – dies gilt auch für Mecklenburg-Vorpommern, wo die Impfquoten regional stark variieren.

Hohe Impfquoten schützen nicht nur Einzelne, sondern auch vulnerable Gruppen, die sich nicht selbst impfen lassen können. Sinkende Quoten gefährden den gesellschaftlichen Schutzschirm und können zu vermeidbaren Krankheitsausbrüchen führen, die Gesundheitssysteme belasten.

Für Mecklenburg-Vorpommern ist dieser Trend besonders relevant, da ländliche Regionen oft weniger gut an Gesundheitsinfrastruktur angebunden sind. Kommunale Gesundheitsämter und Kinderarztpraxen sind gefordert, aktiv auf Eltern zuzugehen und Impfangebote zu vereinfachen. Modelle wie aufsuchende Impfberatung oder Impfaktionen in Kitas und Schulen haben in anderen Regionen nachweislich Wirkung gezeigt.