Slowenien: Regierung will öffentlich-rechtlichen Rundfunk schwächen
Öffentlich-rechtliche Medien sind keine Staatsmedien – sie gehören der Gesellschaft, nicht der Regierung des Tages. Wer das verwischt, nimmt Menschen die Möglichkeit, sich unabhängig zu informieren und demokratische Entscheidungen zu treffen. Das Muster, das sich in Slowenien zeigt, ist aus anderen europäischen Ländern bekannt: Erst werden Strukturen geändert, dann folgen die Inhalte.
Was in Slowenien passiert, ist kein Einzelfall – in Ungarn, Polen oder der Slowakei wurden öffentlich-rechtliche Sender auf ähnlichem Weg unter Regierungseinfluss gebracht. Wer meint, das sei weit weg, irrt: Auch in Deutschland und besonders in Ostdeutschland gibt es Debatten über die Zukunft des öffentlich-rechtlichen Rundfunks. Die Frage, wer über Medienstrukturen entscheidet und wessen Stimmen dabei gehört werden, ist auch hier hochaktuell.