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Thursday, 7. May 2026
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Erneuerbare Energien & Klima

Smarter Netzausbau: Digitalisierung könnte Milliarden sparen

Digitale Steuerungssysteme und intelligentes Netzmanagement könnten den kostspieligen Ausbau physischer Stromtrassen erheblich reduzieren – Experten beziffern das Einsparpotenzial auf mehrere Milliarden Euro. Für Mecklenburg-Vorpommern, das als exportstarkes Windenergieland auf leistungsfähige Netzinfrastruktur angewiesen ist, eröffnet dieser Ansatz die Chance, bestehende Leitungen smarter zu nutzen statt teure Neubauprojekte abzuwarten. Kommunen und Bürgerenergiegenossenschaften könnten von schneller verfügbaren Netzkapazitäten profitieren und Einspeiseprojekte zügiger realisieren. Investitionen in digitale Netztechnik zahlen sich dabei doppelt aus: Sie senken Systemkosten und beschleunigen gleichzeitig die Energiewende in der Fläche.

Günstigerer Netzausbau entlastet letztlich die Netzentgelte, die alle Stromverbraucherinnen und -verbraucher zahlen – besonders einkommensschwache Haushalte profitieren von niedrigeren Fixkosten. Gleichzeitig ist ein funktionierendes, modernes Stromnetz die Grundvoraussetzung dafür, dass erneuerbare Energien überhaupt in der Fläche ankommen und genutzt werden können.

Mecklenburg-Vorpommern produziert mehr Windstrom als es verbraucht – der Abtransport in den Süden hängt direkt an Projekten wie Südlink. Wenn Digitalisierung den Netzausbau günstiger und schneller macht, profitieren MV-Kommunen und Bürgerenergiegenossenschaften doppelt: niedrigere Netzentgelte und schnellere Einspeisung. Das Potenzial ist skalierbar und sollte bei der Landesplanung zur Energiewende stärker berücksichtigt werden.