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Monday, 14. September 2026
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Demokratie & Zivilgesellschaft

Smartglasses: Wenn Überwachung zum Lifestyle wird

Kamerafähige Smartglasses wie die Meta Glasses ermöglichen heimliche Identifikation von Menschen im öffentlichen Raum – ohne Wissen der Betroffenen. Überwachungsforschung zeigt: Diese Technologie ist kein neutrales Werkzeug, sondern schreibt bestehende Machtungleichgewichte digital fest und überträgt gesellschaftliche Kontrolle an private Konzerne. Der Rechtsrahmen schützt Persönlichkeitsrechte bislang kaum ausreichend. Zivilgesellschaft und Kommunalpolitik müssen jetzt aktiv werden, bevor diese Technologie Alltag wird.

Technologien, die Überwachung unsichtbar in den Alltag integrieren, verschieben das Machtgefüge zwischen Einzelnen und Konzernen zulasten aller, die sich keine rechtliche Gegenwehr leisten können. Besonders betroffen sind Menschen, die ohnehin häufiger unter Verdacht gestellt werden – Schwarze Menschen, Obdachlose, politisch Aktive. Eine offene Gesellschaft braucht klare gesetzliche Grenzen für das, was Tech-Konzerne aus kommerziellen Interessen normalisieren wollen.

Die Debatte um Smartglasses ist keine Technikfrage, sondern eine Frage demokratischer Grundrechte: Wer darf wen beobachten, und wer entscheidet das? Datenschutzgesetze wie die DSGVO bieten zwar einen Rahmen, werden aber faktisch kaum durchgesetzt. Zivilgesellschaftliche Organisationen und Parlamente müssen jetzt handeln, bevor die massenhafte Verbreitung solcher Geräte vollendete Tatsachen schafft.