Smartglasses: Wenn Überwachung zum Lifestyle wird
Technologien, die Überwachung unsichtbar in den Alltag integrieren, verschieben das Machtgefüge zwischen Einzelnen und Konzernen zulasten aller, die sich keine rechtliche Gegenwehr leisten können. Besonders betroffen sind Menschen, die ohnehin häufiger unter Verdacht gestellt werden – Schwarze Menschen, Obdachlose, politisch Aktive. Eine offene Gesellschaft braucht klare gesetzliche Grenzen für das, was Tech-Konzerne aus kommerziellen Interessen normalisieren wollen.
Die Debatte um Smartglasses ist keine Technikfrage, sondern eine Frage demokratischer Grundrechte: Wer darf wen beobachten, und wer entscheidet das? Datenschutzgesetze wie die DSGVO bieten zwar einen Rahmen, werden aber faktisch kaum durchgesetzt. Zivilgesellschaftliche Organisationen und Parlamente müssen jetzt handeln, bevor die massenhafte Verbreitung solcher Geräte vollendete Tatsachen schafft.