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Thursday, 17. September 2026
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Erneuerbare Energien & Klima

Solar-Meilenstein erreicht – Branche warnt vor Ausbaustopp

Deutschland hat sein EEG-Zwischenziel für 2026 bei der Solarleistung bereits heute erreicht – ein starkes Signal für die Leistungsfähigkeit der Branche. Dennoch müssen bis 2030 noch rund 87 weitere Gigawatt Photovoltaikleistung zugebaut werden, um die Klimaziele zu sichern. Der Bundesverband Solarwirtschaft warnt vor einem drohenden Ausbauknick, der den bisherigen Schwung gefährden könnte. Für Mecklenburg-Vorpommern mit seinen großen Freiflächen und aktiven Bürgerenergiegenossenschaften wäre ein verlässlicher politischer Rahmen entscheidend, um das vorhandene Potenzial zügig und sozial gerecht zu erschließen.

Eine starke Solarwirtschaft senkt langfristig die Stromkosten und schützt Verbraucherinnen und Verbraucher vor fossilen Preisschocks – das ist besonders wichtig für einkommensschwache Haushalte. Gleichzeitig schafft der Ausbau erneuerbarer Energien lokale Wertschöpfung und Arbeitsplätze, die auch in strukturschwachen Regionen wie Teilen Mecklenburg-Vorpommerns ankommen können. Ein Ausbauknick würde nicht nur Klimaziele gefährden, sondern auch soziale Chancen der Energiewende verspielen.

Mecklenburg-Vorpommern gehört zu den sonnenreichsten Bundesländern im Norden und hat noch erhebliche Flächen- und Dachpotenziale für Photovoltaik – sowohl auf Gewerbedächern als auch in der Agri-PV. Kommunale Energieprojekte und Bürgerenergiegenossenschaften könnten vom aktuellen Schwung profitieren, wenn Förderbedingungen stabil bleiben. Ein Ausbauknick würde besonders kleinere Akteure treffen, die auf verlässliche Rahmenbedingungen angewiesen sind. Die Frage, wie das Bundesland die verbleibenden 87 Gigawatt mitgestalten will, ist jetzt eine politische Gestaltungsaufgabe.