Solar-Meilenstein erreicht – Branche warnt vor Ausbaustopp
Eine starke Solarwirtschaft senkt langfristig die Stromkosten und schützt Verbraucherinnen und Verbraucher vor fossilen Preisschocks – das ist besonders wichtig für einkommensschwache Haushalte. Gleichzeitig schafft der Ausbau erneuerbarer Energien lokale Wertschöpfung und Arbeitsplätze, die auch in strukturschwachen Regionen wie Teilen Mecklenburg-Vorpommerns ankommen können. Ein Ausbauknick würde nicht nur Klimaziele gefährden, sondern auch soziale Chancen der Energiewende verspielen.
Mecklenburg-Vorpommern gehört zu den sonnenreichsten Bundesländern im Norden und hat noch erhebliche Flächen- und Dachpotenziale für Photovoltaik – sowohl auf Gewerbedächern als auch in der Agri-PV. Kommunale Energieprojekte und Bürgerenergiegenossenschaften könnten vom aktuellen Schwung profitieren, wenn Förderbedingungen stabil bleiben. Ein Ausbauknick würde besonders kleinere Akteure treffen, die auf verlässliche Rahmenbedingungen angewiesen sind. Die Frage, wie das Bundesland die verbleibenden 87 Gigawatt mitgestalten will, ist jetzt eine politische Gestaltungsaufgabe.