Solarrekord im Juni: 36 Prozent Strom aus Sonnenenergie
Ein solcher Rekordwert macht deutlich, dass die Energiewende keine Zukunftsmusik mehr ist, sondern bereits im Stromnetz ankommt. Günstigerer Solar-Überschussstrom im Sommer kann sozial gerecht verteilt werden, wenn Bürgerenergiegenossenschaften und kommunale Stadtwerke frühzeitig in Speicher und Direktverbrauchsmodelle investieren. Je dezentraler der Solarausbau organisiert ist, desto breiter verteilen sich Gewinne und Versorgungssicherheit.
Für Mecklenburg-Vorpommern als eines der sonnenreichsten Bundesländer ist dieser Rekord ein konkreter Ansporn: Das Potenzial für Agri-PV auf landwirtschaftlichen Flächen und Mieterstrom-Modelle in städtischen Quartieren ist noch längst nicht ausgeschöpft. Kommunen wie Schwerin oder Rostock können diesen Rückenwind nutzen, um Bürgerenergiegenossenschaften mit Solarprojekten schneller in die Umsetzung zu bringen. Der nächste Schritt muss der Ausbau von Batteriespeichern sein, damit Solar-Überschuss auch in den Abendstunden verfügbar bleibt.