Solarstrom bringt sauberes Wasser in Schule auf den Philippinen
Das Projekt verbindet Energiegerechtigkeit mit Bildungsgerechtigkeit: Zuverlässige Energie ist die Grundlage für grundlegende Infrastruktur wie Trinkwasser und Hygiene, die in wohlhabenden Gesellschaften als selbstverständlich gilt. Das Beispiel zeigt, dass die Energiewende dann am wirkungsvollsten ist, wenn sie zuerst den Schwächsten zugutekommt – ein Prinzip, das auch in der deutschen Debatte über Energiearmut und soziale Teilhabe an Bedeutung gewinnt. Zivilgesellschaftliche Organisationen übernehmen hier eine Brückenfunktion zwischen internationaler Klimafinanzierung und lokaler Bedarfsumsetzung.
Für die Energiewende in Mecklenburg-Vorpommern liefert dieses Projekt ein anschauliches Argument: Dezentrale Photovoltaikanlagen mit Speicher- und Pumpenfunktion sind skalierbar und können auch in strukturschwachen Regionen rasch eingesetzt werden. Das Modell – NGO identifiziert Bedarf, internationale Stiftung finanziert, Behörde setzt um – lässt sich auf Bürgerenergiegenossenschaften in MV übertragen, die Schulen, Kitas oder Gemeinschaftseinrichtungen in ländlichen Gebieten mit Solarstrom versorgen wollen. Die technische Blaupause einer kombinierten Photovoltaik-Wasserpumpanlage mit unter zehn Kilowatt Leistung ist kostengünstig und bereits verfügbar.