Sonne und Wind statt Mini-AKW: Wer profitiert von der Energiewende?
Die Frage, wer von Energiesystemen profitiert, ist eine Gerechtigkeitsfrage: Dezentrale erneuerbare Energien ermöglichen es Kommunen, Genossenschaften und Bürgerinnen, selbst Energieerzeuger zu werden, statt Gewinne an wenige Konzerne oder Staaten abzuführen. Das ist ein handfester Beitrag zur Verteilungsgerechtigkeit und zur Stärkung lokaler Wirtschaftskreisläufe. Wer die Mini-AKW-Debatte ernst nimmt, muss auch die Frage stellen, wer die Technologie kontrolliert und wer die Risiken trägt.
Für Mecklenburg-Vorpommern mit seiner windreichen Küste und wachsenden Solarkapazitäten ist diese Debatte unmittelbar praxisrelevant: Das Land könnte zum Vorreiter dezentraler Energieversorgung werden, wenn kommunale Akteure und Bürgerenergiegenossenschaften gestärkt werden. Mini-AKW hingegen sind auf absehbare Zeit weder genehmigt noch finanzierbar und lenken politische Aufmerksamkeit von skalierbaren Lösungen ab. Die Ember-Daten liefern das Argument, das lokale Energieprojekte für ihre Förderanträge und politischen Debatten brauchen.