Spanien startet Milliardenprogramm für die Energiewende
Ein gezieltes Förderprogramm für Energieeffizienz, das soziale Wohngebäude und ärmere Haushalte explizit einschließt, schützt Menschen mit niedrigen Einkommen vor steigenden Energiekosten und verteilt den Nutzen der Energiewende gerechter. Solche Ansätze stärken das gesellschaftliche Vertrauen in die Klimapolitik, weil sie zeigen, dass die Transformation nicht auf Kosten der Schwächsten geht. Für eine offene Gesellschaft ist diese Verbindung von ökologischer und sozialer Verantwortung ein zentrales Signal.
Für Mecklenburg-Vorpommern ist das spanische Modell besonders interessant, weil der ländliche Raum und der soziale Wohnungsbau hier ebenfalls großen Sanierungsbedarf haben, aber Förderprogramme oft zu bürokratisch oder zu klein sind. Das Quartiersmodell – also die gemeinschaftliche Sanierung ganzer Nachbarschaften statt einzelner Gebäude – könnte für Kommunen in MV effizienter und kostengünstiger sein als Einzellösungen. Bürgerenergiegenossenschaften und kommunale Wohnungsgesellschaften könnten bei einem ähnlichen deutschen Förderprogramm als Anker für solche Quartiersprojekte dienen.