Wissenschaft & Gesundheit
Sport und Immunsystem: Wann schützt Bewegung, wann schadet sie?
Moderater Sport von bis zu 45 Minuten stärkt das Immunsystem nachweislich, was besonders für ältere Menschen und chronisch Kranke in Mecklenburg-Vorpommern relevant ist. Hochleistungssportler erkranken zwar häufiger an Infektionen, doch liegt dies weniger am Sport selbst als an begleitenden Faktoren wie Schlafmangel, Reisestress, Ernährungsdefiziten und psychischem Druck. Für die Gesundheitsversorgung ergibt sich daraus, dass gezielte Bewegungsempfehlungen ein niedrigschwelliges und wirksames Instrument der Prävention darstellen. Bürgerinnen und Bürger können durch regelmäßige moderate Bewegung aktiv zur eigenen Immungesundheit beitragen.
Die Studie mahnt zur Vorsicht bei der vereinfachten Aussage, intensiver Sport unterdrücke das Immunsystem. Für die breite Bevölkerung ist regelmäßige moderate Bewegung klar empfehlenswert. Wer hingegen auf Hochleistungsniveau trainiert, sollte den gesamten Lebensstil im Blick behalten, um Infektionsrisiken zu minimieren.