Direkt zum Inhalt
minutentakt.
Monday, 14. September 2026
Ticker
Erneuerbare Energien & Klima

Stromnetz-Angriffe: Branche fordert Backup-System für Ausfälle

Nach Sabotageakten an Strominfrastruktur in Brandenburg und NRW fordert ein Branchenverband den gezielten Ausbau von Redundanzsystemen und dezentralen Notfallstrukturen, da ein vollständiger Schutz vor Angriffen technisch nicht möglich ist. Lokale Batteriespeicher und dezentrale Erzeugungsanlagen könnten die Versorgungssicherheit erheblich verbessern. Für Mecklenburg-Vorpommern mit seiner bereits starken dezentralen Erzeugungsinfrastruktur eröffnet das konkrete Chancen: Kommunen und Bürgerenergiegenossenschaften können durch Investitionen in Inselbetriebsfähigkeit und lokale Speicher aktiv zur Netzresilienz beitragen. Der Umbau hin zu robusten, dezentralen Strukturen ist damit nicht nur klimapolitisch, sondern auch sicherheitspolitisch geboten.

Eine resiliente Stromversorgung ist Grundvoraussetzung für das Funktionieren moderner Gesellschaften – von der Gesundheitsversorgung bis zur Demokratie. Der Ruf nach Backup-Systemen zeigt, dass Infrastruktursicherheit und Energiewende keine Gegensätze sind, sondern zusammen gedacht werden müssen. Dezentrale, erneuerbare Strukturen erhöhen dabei nicht nur die Klimaverträglichkeit, sondern auch die Widerstandsfähigkeit gegen Angriffe.

Für Mecklenburg-Vorpommern mit seiner ausgedehnten ländlichen Infrastruktur und einem wachsenden Anteil erneuerbarer Energien ist Netzresilienz eine drängende Frage. Lokale Batteriespeicher, Bürgerenergiegenossenschaften mit Inselbetriebsfähigkeit und kommunale Notfallpläne könnten hier schnell umsetzbare Antworten liefern. Die Energiewende in der Fläche bietet MV die Chance, Vorreiter bei dezentralen Backup-Strukturen zu werden – wenn Kommunen und Land jetzt die richtigen Weichen stellen.