Stromnetze schützen: Branche fordert mehr Handlungsfreiheit
Stabile Stromnetze sind die Grundvoraussetzung für die Energiewende und für alle, die auf bezahlbaren Strom angewiesen sind. Wenn Netzbetreiber effektiver auf Bedrohungen reagieren dürfen, stärkt das die Versorgungssicherheit für alle – vom Privathaushalt bis zur kommunalen Wärmepumpe. Gleichzeitig muss sichergestellt werden, dass mehr unternehmerische Freiheit mit transparenter Kontrolle und klaren Haftungsregeln einhergeht, damit öffentliche Interessen nicht hinter Unternehmensinteressen zurücktreten.
Für Mecklenburg-Vorpommern als windreiche Exportregion ist Netzstabilität kein abstraktes Thema: Offshore- und Onshore-Windstrom muss sicher durch die Leitungen fließen, bevor er Haushalte und Industrie im Süden erreicht. Mehr Eigenverantwortung der Netzbetreiber beim Schutz ihrer Infrastruktur könnte Ausfallzeiten reduzieren und den Netzausbau in der Fläche beschleunigen. Bürgerenergiegenossenschaften und kommunale Stadtwerke profitieren direkt, wenn das Übertragungsnetz robuster wird – denn ihre eingespeiste Energie verliert sonst bei jedem ungeplanten Ausfall an Wert.