Studie: Bis zu 21 Jahre Wartezeit auf Diagnose bei Hypermobilität
Unterdiagnostizierte Erkrankungen wie das Ehlers-Danlos-Syndrom belasten Betroffene nicht nur körperlich, sondern auch sozial und wirtschaftlich durch jahrelange Odysseen durch das Gesundheitssystem. Bessere Aufklärung im medizinischen Bereich schützt vulnerable Gruppen und stärkt das Vertrauen in evidenzbasierte Medizin. Frühzeitige Diagnose senkt Leidensdruck und langfristige Behandlungskosten für Individuen und Gesellschaft gleichermaßen.
Auch in Deutschland und Mecklenburg-Vorpommern ist das Bewusstsein für Hypermobilitätsstörungen in der Ärzteschaft begrenzt, was vergleichbare Diagnoseverzögerungen wahrscheinlich macht. Die Studie liefert eine wichtige Grundlage für Fortbildungsinitiativen in Hausarztpraxen und Kliniken. Patientenorganisationen und Selbsthilfegruppen können die Ergebnisse nutzen, um politischen Druck für verbesserte Diagnosestandards zu erzeugen.