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Monday, 22. June 2026
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Wissenschaft & Gesundheit

Studie: Drogendiversion reduziert Rückfälle besser als Strafverfolgung

Eine Analyse aus England mit Daten aus 13 Polizeibehörden und über 62.000 Strafvorfällen zeigt, dass Drogendiversions-Programme die Rückfallquote um rund ein Drittel senken können. Der Ansatz, Drogenkonsum als Gesundheitsproblem statt als strafrechtliches Problem zu behandeln, erweist sich damit als deutlich wirksamer. Für Mecklenburg-Vorpommern, wo ländliche Strukturen und begrenzte Behandlungskapazitäten besondere Herausforderungen darstellen, könnten solche Programme einen wertvollen Beitrag zur Suchtprävention und öffentlichen Sicherheit leisten. Die breite Datenbasis verleiht den Ergebnissen eine solide wissenschaftliche Grundlage.

Die Studie liefert belastbare Evidenz dafür, dass Entkriminalisierungsansätze die öffentliche Sicherheit verbessern und gleichzeitig Betroffene in Behandlung bringen. Das stärkt eine evidenzbasierte Drogenpolitik, die Menschenwürde und gesellschaftliche Reintegration in den Vordergrund stellt. Für eine offene Gesellschaft ist diese Erkenntnis bedeutsam, weil sie zeigt, dass Strafverfolgung allein keine Lösung für komplexe Suchtprobleme bietet.

Die Ergebnisse sind auch für die deutsche Drogenpolitik relevant, wo Entkriminalisierungsdebatten zunehmend geführt werden. In Mecklenburg-Vorpommern, wo ländliche Versorgungsstrukturen für Suchtprävention begrenzt sind, könnten polizeigestützte Diversionsmodelle eine kosteneffiziente Alternative zur Strafverfolgung darstellen. Die Studie zeigt konkrete Wege, wie Gesundheitsversorgung und Strafverfolgung besser verzahnt werden können.