Studie: Drogendiversion reduziert Rückfälle besser als Strafverfolgung
Die Studie liefert belastbare Evidenz dafür, dass Entkriminalisierungsansätze die öffentliche Sicherheit verbessern und gleichzeitig Betroffene in Behandlung bringen. Das stärkt eine evidenzbasierte Drogenpolitik, die Menschenwürde und gesellschaftliche Reintegration in den Vordergrund stellt. Für eine offene Gesellschaft ist diese Erkenntnis bedeutsam, weil sie zeigt, dass Strafverfolgung allein keine Lösung für komplexe Suchtprobleme bietet.
Die Ergebnisse sind auch für die deutsche Drogenpolitik relevant, wo Entkriminalisierungsdebatten zunehmend geführt werden. In Mecklenburg-Vorpommern, wo ländliche Versorgungsstrukturen für Suchtprävention begrenzt sind, könnten polizeigestützte Diversionsmodelle eine kosteneffiziente Alternative zur Strafverfolgung darstellen. Die Studie zeigt konkrete Wege, wie Gesundheitsversorgung und Strafverfolgung besser verzahnt werden können.