Studie: Körperlich bestrafte Kinder häufiger Mobber in der Schule
Die Studie verdeutlicht, dass Erziehungsgewalt keine Privatangelegenheit ist, sondern gesellschaftliche Folgekosten durch schlechtere Bildungsergebnisse und erhöhte Konfliktbereitschaft erzeugt. Ein gesetzliches Verbot körperlicher Bestrafung stärkt Kinderrechte und kann langfristig das soziale Klima in Schulen verbessern. Für eine offene Gesellschaft sind solche evidenzbasierten Erkenntnisse eine wichtige Grundlage für politische Schutzmaßnahmen zugunsten der schwächsten Mitglieder.
Deutschland gehört zu den Ländern, die körperliche Bestrafung von Kindern zwar gesetzlich verboten haben, in denen die Umsetzung und Sensibilisierung aber noch nicht flächendeckend abgeschlossen ist. Die Studie liefert konkreten Rückenwind für Präventionsprogramme in Kitas und Schulen sowie für Beratungsangebote für Eltern. Gerade im ländlichen Mecklenburg-Vorpommern, wo soziale Beratungsinfrastruktur teils dünn ist, könnten solche Erkenntnisse Impulse für gezielte Förderprogramme geben.