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Monday, 22. June 2026
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Wissenschaft & Gesundheit

Studie: Körperlich bestrafte Kinder häufiger Mobber in der Schule

Eine Studie des University College London belegt, dass körperliche Bestrafung in der frühen Kindheit mit schlechteren Schulleistungen und erhöhtem Mobbingverhalten zusammenhängt. Die Untersuchung von Kindern im Alter von drei, fünf und sieben Jahren berücksichtigte familiäre Hintergründe und liefert damit robuste Hinweise auf diesen Zusammenhang. Für Mecklenburg-Vorpommern unterstreichen diese Erkenntnisse die Bedeutung präventiver Familienberatung und frühkindlicher Unterstützungsangebote. Eltern können durch gezielte Beratungsprogramme alternative Erziehungsmethoden kennenlernen, die Kindern eine gesündere Entwicklung ermöglichen.

Die Studie verdeutlicht, dass Erziehungsgewalt keine Privatangelegenheit ist, sondern gesellschaftliche Folgekosten durch schlechtere Bildungsergebnisse und erhöhte Konfliktbereitschaft erzeugt. Ein gesetzliches Verbot körperlicher Bestrafung stärkt Kinderrechte und kann langfristig das soziale Klima in Schulen verbessern. Für eine offene Gesellschaft sind solche evidenzbasierten Erkenntnisse eine wichtige Grundlage für politische Schutzmaßnahmen zugunsten der schwächsten Mitglieder.

Deutschland gehört zu den Ländern, die körperliche Bestrafung von Kindern zwar gesetzlich verboten haben, in denen die Umsetzung und Sensibilisierung aber noch nicht flächendeckend abgeschlossen ist. Die Studie liefert konkreten Rückenwind für Präventionsprogramme in Kitas und Schulen sowie für Beratungsangebote für Eltern. Gerade im ländlichen Mecklenburg-Vorpommern, wo soziale Beratungsinfrastruktur teils dünn ist, könnten solche Erkenntnisse Impulse für gezielte Förderprogramme geben.