Studie: Reichensteuer könnte 30 Millionen Leben retten
Die Studie liefert evidenzbasierte Argumente für eine gerechtere Verteilung globaler Ressourcen und stärkt damit den internationalen Diskurs über Steuergerechtigkeit als demokratisches Gestaltungsinstrument. Sie zeigt konkret, dass politische Entscheidungen über Besteuerung Leben retten oder kosten können. Für eine offene Gesellschaft ist diese Verbindung zwischen Fiskal- und Humanitärpolitik ein zentrales Argument, das öffentliche Debatten über Wohlstandsverteilung sachlich fundieren kann.
Die Studie erscheint zu einem Zeitpunkt, an dem westliche Regierungen ihre Entwicklungshilfe drastisch reduzieren, und liefert eine konkrete Gegenrechnung. Die vorgeschlagene Vermögenssteuer wäre auch auf europäischer Ebene politisch diskutierbar, da die EU-Kommission entsprechende Initiativen prüft. Für Deutschland und damit auch für Mecklenburg-Vorpommern relevant: Auch hier besitzt das reichste Prozent einen überproportional großen Anteil am Vermögen, und die Debatte über gerechte Besteuerung großer Vermögen ist politisch präsent.