Sturzflut in Nepal: Klimawandel erhöht Risiko für Extremereignisse
Klimabedingte Extremereignisse wie diese Sturzflut treffen besonders vulnerable Bevölkerungen im Globalen Süden – Menschen, die am wenigsten zur Erderwärmung beigetragen haben. Solche Analysen liefern die wissenschaftliche Grundlage, um klimapolitische Untätigkeit als das zu benennen, was sie ist: eine Frage der globalen Gerechtigkeit. Für eine offene Gesellschaft bedeutet das, Klimaschutz nicht länger als optionales Zukunftsprojekt zu behandeln, sondern als demokratische Pflicht gegenüber den Schwächsten.
Die Studie steht exemplarisch für die wachsende Disziplin der Klimazuschreibungsforschung, die konkrete Extremereignisse messbar mit dem menschengemachten Klimawandel verknüpft. Für die Energiewende in Mecklenburg-Vorpommern liefert sie ein weiteres Argument: Jede Kilowattstunde, die lokal aus Wind oder Sonne erzeugt wird, statt aus fossilen Quellen zu stammen, vermindert die globale Erwärmung und damit das Risiko solcher Katastrophen. Die Erkenntnis, dass Anpassung allein nicht ausreicht, macht Emissionsreduktion zur einzig tragfähigen Langzeitstrategie.