Trump gegen Medien: Pressefreiheit als Machtinstrument
Wenn Regierungen entscheiden, welche Medien berichten dürfen, verlieren Bürgerinnen und Bürger einen zentralen Zugang zu unabhängiger Information – das schwächt demokratische Kontrolle an der Wurzel. Pressefreiheit ist keine Selbstverständlichkeit, sondern muss täglich erkämpft werden, wie die Geschichte in Ostdeutschland gezeigt hat. Was in den USA passiert, wirkt als Vorlage für autoritäre Tendenzen weltweit, auch innerhalb Europas.
Der Ausschluss kritischer Medien aus Regierungsräumen ist kein amerikanisches Sonderproblem, sondern ein Signal an alle demokratischen Gesellschaften. Wer Journalismus kontrolliert, kontrolliert die öffentliche Wahrnehmung von Macht – eine Lektion, die viele Ostdeutsche aus eigener Erfahrung kennen. Medienhäuser, die sich gemeinsam gegen diese Praxis wehren, zeigen ein Modell zivilgesellschaftlicher Gegenwehr, das auch hierzulande Schule machen sollte.