Trump kündigt EU-Zollabkommen und erhöht Autozölle auf 25%
Die erneute Eskalation im transatlantischen Handelsstreit gefährdet Tausende Arbeitsplätze in der europäischen und deutschen Automobilindustrie und untergräbt das Vertrauen in die Verlässlichkeit internationaler Handelsvereinbarungen. Ein stabiles, regelbasiertes Handelssystem ist Grundvoraussetzung für wirtschaftliche Planungssicherheit und damit auch für den gesellschaftlichen Zusammenhalt in exportabhängigen Regionen.
Trumps Handelspolitik zeigt erneut, wie fragil multilaterale Abkommen unter unilateralem Druck werden können – eine Entwicklung, die Europa zu einer stärkeren wirtschaftlichen Eigenständigkeit und geschlossener EU-Handelspolitik zwingt. Für Deutschland und die EU bietet die Krise die Chance, die eigene strategische Autonomie auszubauen und Handelspartnerschaften außerhalb der USA zu vertiefen. Die EU sollte diese Situation nutzen, um ihre Verhandlungsposition zu schärfen und mit geeinter Stimme zu antworten.