Trump-Regierung instrumentalisiert Konferenz gegen politische Gewalt
Wenn Regierungen internationale Plattformen einseitig nutzen, um politische Gegner zu kriminalisieren statt echte Gewaltprävention zu betreiben, gefährdet das den demokratischen Pluralismus weltweit. Die selektive Definition von 'politischer Gewalt' durch Regierungsmacht ist ein klassisches Instrument der demokratischen Erosion, das zivilgesellschaftliche Akteure und internationale Beobachter aufmerksam verfolgen sollten. Für offene Gesellschaften ist die Fähigkeit, staatliche Rhetorik kritisch einzuordnen, eine Grundvoraussetzung politischer Teilhabe.
Aus demokratiepolitischer Sicht zeigt dieser Vorgang, wie internationale Formate für innenpolitische Polarisierung instrumentalisiert werden können. Die Entwicklung in den USA ist für Europa relevant, da ähnliche Diskursstrategien auch in europäischen Rechtspopulismen beobachtet werden. Zivilgesellschaftliche Organisationen und Medien sind gefordert, solche Rahmensetzungen sichtbar zu machen und gegen einseitige Deutungshoheit zu arbeiten.