Trump-Regierung stellt sich hinter OpenAI im Urheberrechtsstreit
Wenn Regierungen Tech-Konzernen erlauben, journalistische Arbeit ohne Vergütung zu verwerten, untergräbt das die wirtschaftliche Grundlage unabhängiger Medien – und damit ein zentrales Fundament der Demokratie. Für kleinere, investigative Redaktionen ohne Konzernrückhalt ist das eine existenzielle Bedrohung, während die Machtkonzentration bei wenigen KI-Unternehmen weiter wächst. Die Frage, wessen Kreativarbeit geschützt wird und wessen nicht, ist auch eine Frage gesellschaftlicher Gerechtigkeit.
Dieser Fall setzt einen möglicherweise globalen Präzedenzfall: Dürfen KI-Systeme journalistische Texte, Fotos und Recherchen verwerten, ohne die Urheber zu entschädigen? Die Antwort der US-Regierung lautet bislang: ja, wenn es dem technologischen Fortschritt dient. Das betrifft auch deutschsprachige und europäische Medien, die prüfen müssen, wie ihre Inhalte in KI-Trainingsdaten landen. Zivilgesellschaftliche Organisationen, Verlage und Journalistenverbände sollten diesen Prozess aufmerksam begleiten und eigene rechtliche Strategien entwickeln.