Trump verhängt neue Zölle auf 80 Länder trotz Supreme-Court-Urteil
Die wiederholte Umgehung parlamentarischer Kontrolle durch exekutive Handelspolitik gefährdet das Prinzip der Gewaltenteilung als Grundlage demokratischer Systeme. Für offene Gesellschaften weltweit zeigt dieser Fall, wie handelsrechtliche Entscheidungen zu Instrumenten der politischen Machtkonzentration werden können. Eine regelbasierte internationale Handelsordnung ist nicht nur eine wirtschaftliche, sondern auch eine demokratiepolitische Ressource.
Für die europäische Außenhandelspolitik und damit auch für exportstarke Unternehmen in Mecklenburg-Vorpommern entsteht durch die neuen Zölle eine verschärfte Planungsunsicherheit. Die EU steht vor der Frage, ob und wie sie mit Gegenmaßnahmen reagiert, was wiederum Branchen wie Schiffbau, Maschinenbau und Lebensmittelexporte in der Region betreffen kann. Langfristig wird entscheidend sein, ob internationale Handelsgremien wie die WTO wirksame Gegeninstrumente entwickeln können.