Umfrage: Jeder Fünfte würde bei AfD-Regierung auswandern
Eine Demokratie, die so viele Menschen zur inneren oder äußeren Emigration treibt, verliert nicht nur Köpfe, sondern auch gesellschaftliches Vertrauen und Zusammenhalt. Besonders für Minderheiten, queere Menschen und Menschen mit Migrationsgeschichte sind solche Umfrageergebnisse kein abstraktes Signal, sondern Ausdruck realer Angst vor Ausgrenzung. Die Stärkung demokratischer Institutionen und zivilgesellschaftlicher Strukturen ist deshalb keine Selbstverständlichkeit, sondern aktive Schutzaufgabe.
In Ostdeutschland, wo die AfD besonders stark ist, stellt sich diese Frage mit besonderer Schärfe: Wer bleibt, wer geht, und wer hatte nie die Wahl zu gehen? Die Bürgerrechtsbewegung der Wendezeit kämpfte für offene Gesellschaft und Selbstbestimmung – es wäre bitter, wenn Jahrzehnte später wieder Menschen das Gefühl haben, ihr Land verlassen zu müssen. Zivilgesellschaftliche Initiativen, die demokratische Kultur in der Fläche stärken, sind gerade in strukturschwachen Regionen wie Mecklenburg-Vorpommern dringend nötig.