Umweltrechtsklinik "Roots": Rechtshilfe für den Klimaschutz
Rechtlicher Zugang ist eine Grundvoraussetzung für gesellschaftliche Teilhabe – wer seine Rechte nicht kennt oder nicht durchsetzen kann, bleibt strukturell benachteiligt. Umweltrechtskliniken wie "Roots" demokratisieren den Zugang zum Recht und stärken damit die Handlungsfähigkeit der Zivilgesellschaft im Bereich Klimaschutz. Für eine offene Gesellschaft ist es entscheidend, dass Umweltrecht nicht nur auf dem Papier besteht, sondern auch von denen genutzt werden kann, die es am nötigsten brauchen.
In Mecklenburg-Vorpommern, wo Bürgerenergiegenossenschaften, Windkraftprojekte und kommunale Klimaschutzvorhaben oft auf komplexe Genehmigungsverfahren und Widerstand treffen, wäre eine solche Anlaufstelle besonders wertvoll. Engagierte Gruppen könnten damit rechtliche Hürden bei Planungsverfahren oder beim Aufbau erneuerbarer Energieprojekte niedrigschwellig überwinden. Das Modell der Umweltrechtsklinik ist skalierbar und könnte etwa an der Universität Rostock oder Greifswald verankert werden.