UN-Bericht: 1,5-Grad-Ziel verfehlt – jetzt zählt jede Zehntelgrad
Der Bericht macht deutlich, dass das Scheitern eines Klimaziels kein Freifahrtschein für Untätigkeit ist – jede vermiedene Tonne CO2 reduziert reale Schäden für Menschen weltweit. Für eine offene Gesellschaft bedeutet das: Klimaschutz ist keine verlorene Sache, sondern eine Frage des Ausmaßes. Wer jetzt handelt, schützt besonders vulnerable Bevölkerungsgruppen, die die Folgen der Klimakrise am stärksten tragen.
Für Mecklenburg-Vorpommern unterstreicht dieser Bericht, warum der Ausbau erneuerbarer Energien keine Option, sondern eine Notwendigkeit ist. Die Küstenregion mit ihrer Wind- und Solarkapazität kann einen überproportionalen Beitrag leisten, wenn kommunale Projekte und Bürgerenergiegenossenschaften konsequent ausgebaut werden. Jede Verzögerung beim lokalen Ausbau verlängert statistisch gesehen die Phase des Überschreitens – das ist keine Theorie, sondern messbare Physik.