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Thursday, 17. September 2026
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International

UN beschließen Reform der Weltkarte: Afrika soll fairer dargestellt werden

Die UN-Vollversammlung hat eine Resolution verabschiedet, die eine gerechtere kartografische Darstellung der Erde einfordert. Anlass ist die langjährige Kritik der Afrikanischen Union, dass der afrikanische Kontinent auf verbreiteten Weltkarten durch die Mercator-Projektion systematisch zu klein dargestellt wird. Die Initiative geht auf Togo zurück und setzt ein wichtiges Zeichen für mehr Gleichwertigkeit in globaler Bildung und Wissenskultur. Für Deutschland und Mecklenburg-Vorpommern bedeutet dies einen Impuls, Lehr- und Unterrichtsmaterialien kritisch zu überprüfen und kartografische Vielfalt stärker in den Bildungsalltag zu integrieren.

Eine realitätsnähere Darstellung der Welt auf Karten fördert ein ausgewogenes Weltbild und wirkt kolonialen Denkmustern entgegen, die bis in Schulbücher und Nachrichtenredaktionen hineinwirken. Die Entscheidung stärkt das Prinzip, dass alle Weltregionen gleichwertig wahrgenommen und abgebildet werden sollten – eine Grundvoraussetzung für fairen internationalen Diskurs.

Die UN-Resolution zeigt, dass auch symbolische Fragen wie Kartendarstellungen politische Sprengkraft haben und Teil einer breiteren Dekolonisierungsdebatte sind. Für Bildungseinrichtungen und Medien – auch in Deutschland – ergibt sich daraus die Frage, welche Projektionen künftig genutzt werden sollten. Alternativmodelle wie die Peters-Projektion oder die AuthaGraph-Karte bieten flächentreue Darstellungen und könnten in Schulen und Redaktionen schrittweise eingeführt werden.