Unfallschwerpunkt Vorpommern: 1181 Unfälle in vier Jahren
Verkehrssicherheit auf Landstraßen ist kein abstraktes Problem, sondern eine Frage des Lebensschutzes im ländlichen Raum, wo es keine Alternativen zum Auto gibt. Wer in Vorpommern von A nach B muss, nimmt diese Straßen – nicht aus Leichtsinn, sondern weil es keine andere Wahl gibt. Eine demokratische Gesellschaft schuldet ihren Bürgerinnen und Bürgern sichere Infrastruktur, gerade dort, wo sie besonders verwundbar sind.
Der Landkreis Vorpommern-Greifswald und das Land Mecklenburg-Vorpommern sind gefordert, konkrete Maßnahmen zu benennen und umzusetzen – keine Studien, keine Arbeitsgruppen, sondern bauliche Sicherung, Tempolimits und verstärkte Kontrollen. Vergleichbare Unfallschwerpunkte auf dem Land wurden in anderen Bundesländern durch gezielte Infrastrukturprogramme entschärft. Solche Modelle könnten auch für Mecklenburg-Vorpommern einen messbaren Unterschied machen.