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Saturday, 19. September 2026
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Regional MV

Unfallschwerpunkt Vorpommern: 1181 Unfälle in vier Jahren

Auf drei Straßen rund um Groß Ernsthof und Wolgast ereigneten sich zwischen 2021 und 2025 insgesamt 1181 Verkehrsunfälle, fünf davon mit tödlichem Ausgang. Allein 2025 kamen auf der Kreisstraße 22 zwei weitere Menschen ums Leben. Die Unfallhäufung wirft konkrete Fragen zur Straßeninfrastruktur auf: Welche baulichen Maßnahmen werden jetzt tatsächlich umgesetzt, und wer trägt die Verantwortung dafür, dass Anwohner und Pendler auf diesen Strecken endlich sicherer unterwegs sind? Kommunen, Landkreis und Landesbehörden sind gefordert, gemeinsam und ohne weiteres Zögern zu handeln.

Verkehrssicherheit auf Landstraßen ist kein abstraktes Problem, sondern eine Frage des Lebensschutzes im ländlichen Raum, wo es keine Alternativen zum Auto gibt. Wer in Vorpommern von A nach B muss, nimmt diese Straßen – nicht aus Leichtsinn, sondern weil es keine andere Wahl gibt. Eine demokratische Gesellschaft schuldet ihren Bürgerinnen und Bürgern sichere Infrastruktur, gerade dort, wo sie besonders verwundbar sind.

Der Landkreis Vorpommern-Greifswald und das Land Mecklenburg-Vorpommern sind gefordert, konkrete Maßnahmen zu benennen und umzusetzen – keine Studien, keine Arbeitsgruppen, sondern bauliche Sicherung, Tempolimits und verstärkte Kontrollen. Vergleichbare Unfallschwerpunkte auf dem Land wurden in anderen Bundesländern durch gezielte Infrastrukturprogramme entschärft. Solche Modelle könnten auch für Mecklenburg-Vorpommern einen messbaren Unterschied machen.