Ungarn: Rogán-Ministerium verweigerte jahrelang Informationsfreiheit
Informationsfreiheit ist keine Formalität, sondern eine Grundbedingung demokratischer Kontrolle: Wer öffentliche Gelder verwaltet, muss Rechenschaft ablegen. Wenn Behörden systematisch Hürden vor Datenzugang stellen, schützen sie nicht die Verwaltung, sondern entziehen den Bürgerinnen und Bürgern die Möglichkeit, Macht zu überprüfen. Der Fall zeigt, wie fragil Transparenzrechte sind, wenn politischer Wille fehlt sie durchzusetzen.
Das Muster, das hier sichtbar wird, ist kein ungarisches Sonderproblem: Auch in Deutschland – und in Mecklenburg-Vorpommern – kämpfen Journalisten und NGOs regelmäßig darum, dass Informationsfreiheitsgesetze nicht zur toten Hülle werden. Die Taktik, Behördentransparenz durch bürokratische Erschöpfung zu unterlaufen, ist exportierbar. Zivilgesellschaftliche Organisationen wie das ungarische aHang zeigen, wie wichtig beharrliches Nachfragen bleibt – und was es bringt.