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Thursday, 17. September 2026
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Wissenschaft & Gesundheit

Urzeitlicher CO2-Anstieg ließ Wälder verschwinden – Parallelen zu heute

Ein urzeitliches Klimaereignis vor 56 Millionen Jahren zeigt, wie drastisch Ökosysteme auf rapide CO2-Anstiege reagieren können: Großflächige Wälder wichen damals Farnlandschaften. Diese erdgeschichtlichen Erkenntnisse liefern belastbare Hinweise auf die Empfindlichkeit heutiger Wälder, auch in Mecklenburg-Vorpommern, gegenüber dem anhaltenden Klimawandel. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler betonen, dass eine konsequente Reduktion des CO2-Ausstoßes entscheidend ist, um vergleichbare ökologische Umbrüche zu verhindern.

Die Erdgeschichte dient hier als natürliches Labor, das zeigt, wie dramatisch und irreversibel Waldökosysteme auf CO2-Anstiege reagieren können. Für eine offene Gesellschaft, die auf wissenschaftlicher Grundlage Klimapolitik gestalten will, liefert dieser Befund ein starkes Argument: Verzögertes Handeln riskiert ökologische Kipppunkte, die Generationen prägen. Das stärkt das gesellschaftliche Bewusstsein für die Notwendigkeit konsequenter Klimaschutzmaßnahmen.

Der Vergleich mit dem Paläozän-Eozän-Temperaturmaximum zeigt, dass selbst moderate CO2-Anstiege über geologische Maßstäbe hinweg Waldökosysteme grundlegend umstrukturieren können. Für Mecklenburg-Vorpommern, das auf ausgedehnte Waldgebiete und deren ökologische Leistungen angewiesen ist, macht dieser Befund deutlich, wie wichtig regionale Waldschutz- und Aufforstungsstrategien sind. Klimaangepasste Forstwirtschaft und der Schutz bestehender Wälder sollten als Zukunftsinvestition verstanden werden.