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Saturday, 20. June 2026
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International

US-Abschiebungsflüge steigern CO2-Ausstoß um 88 Prozent

Die Massenabschiebungskampagne der US-Regierung hat den CO2-Ausstoß der Einwanderungs- und Zollbehörde ICE im Jahr 2025 auf rund 336.000 Tonnen ansteigen lassen – ein Zuwachs von 88 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Aktuelle Daten deuten darauf hin, dass sich dieser Trend 2026 fortsetzt. Die Entwicklung verdeutlicht, wie innenpolitische Entscheidungen einzelner Staaten globale Klimaziele unmittelbar belasten können. Sie stärkt zugleich das Argument für eine stärkere internationale Rechenschaftspflicht bei der Klimabilanz staatlichen Handelns.

Die Verknüpfung von Migrationspolitik und Klimaemissionen zeigt, dass staatliches Handeln immer auch ökologische Konsequenzen hat, die über nationale Grenzen hinauswirken. Für eine offene Gesellschaft ist es wichtig, solche versteckten Klimakosten politischer Entscheidungen transparent zu machen und in demokratische Abwägungsprozesse einzubeziehen. Datengestützter Journalismus leistet hier einen wichtigen Beitrag zur Rechenschaftspflicht von Regierungen.

Internationale Klimapolitik wird häufig an Gipfeln und Abkommen gemessen, doch der operative Alltag staatlicher Behörden verursacht erhebliche Emissionen, die selten bilanziert werden. Dieser Fall illustriert, wie politische Prioritätensetzung – hier Migrationskontrolle – direkt mit Klimazielen kollidieren kann. Für Europa und Deutschland ergibt sich daraus die Frage, welche Emissionen auch hiesige Behörden durch Abschiebungsflüge verursachen und ob diese systematisch erfasst werden.