US-Behörde ICE: Recruiting-Kampagne mit rechtsextremen Symbolen
Wenn staatliche Institutionen rassistische Codes salonfähig machen, verschieben sie die Grenzen des gesellschaftlich Akzeptierten – auch weit über die USA hinaus. Das gefährdet nicht nur Migrantinnen und Migranten, sondern untergräbt das Vertrauen in staatliche Sicherheitsorgane als Schutzinstanz für alle Menschen. Für Demokratien weltweit ist das ein Warnsignal: Sobald der Staat selbst extremistische Sprache normalisiert, wird zivilgesellschaftliche Gegenwehr zur Pflicht.
Die Entwicklung in den USA zeigt exemplarisch, wohin es führt, wenn demokratische Kontrolle über Sicherheitsbehörden erodiert. In Deutschland und Europa wird gerade intensiv darüber diskutiert, wie Behörden gegen Rechtsextremismus in den eigenen Reihen vorgehen – dieser Fall liefert ein drastisches Gegenbeispiel. Für zivilgesellschaftliche Akteure in Mecklenburg-Vorpommern, die gegen Rechtsextremismus und für demokratische Teilhabe arbeiten, macht dieser Fall deutlich: Institutionelle Sprache hat Wirkung, und wer schweigt, normalisiert.