US-Repräsentantenhaus billigt 1,15 Billionen Dollar Verteidigungsgesetz
Die Abstimmung wirft grundlegende Fragen zur demokratischen Gewaltenteilung auf: Ein Präsident, der ohne parlamentarische Zustimmung Krieg führt und gleichzeitig das Wahlrecht einschränken will, untergräbt institutionelle Kontrollmechanismen, die für stabile Demokratien unverzichtbar sind. Für Europa und Deutschland ist die Frage, wie verlässlich die USA als demokratischer Partner agieren, von unmittelbarer sicherheitspolitischer Bedeutung.
Die knappe Abstimmung zeigt, dass Teile der amerikanischen Legislative noch Widerstand gegen eine Konzentration militärischer Entscheidungsgewalt beim Präsidenten leisten. Das Verfahren um die Kriegsbeteiligung am Iran ohne Kongressmandat ist ein Präzedenzfall, der das internationale Völkerrecht und die NATO-Strukturen berührt. Für die deutsche Außen- und Sicherheitspolitik stellt sich die Frage, welche transatlantischen Partnerschaften künftig tragfähig bleiben.