USA: 30 Jahre Haft für Aktivisten wegen einer Kiste Zines
Wenn Versammlungsfreiheit und das Tragen von schwarzer Kleidung als Beweise für Terrorunterstützung ausreichen, um Jahrzehnte Gefängnisstrafe zu rechtfertigen, ist das keine Randerscheinung – das ist ein Angriff auf das Grundrecht politischer Teilhabe. Zivilgesellschaft lebt davon, dass Menschen ohne Angst vor Extremstrafen demonstrieren dürfen. Dieser Fall sendet ein erschreckendes Signal an alle, die Unrecht öffentlich benennen wollen.
Der Fall Prairieland ist das bislang schärfste Werkzeug der Trump-Administration gegen linken Aktivismus und schafft einen gefährlichen Präzedenzfall: Wer protestiert, riskiert nicht mehr Ordnungswidrigkeiten, sondern Terroranklagen. Europäische Demokratien und deutsche Zivilgesellschaft müssen diese Entwicklung ernst nehmen – Einschüchterungsstrategien gegen Aktivismus reisen über Grenzen. Die Frage, wie weit staatliche Repression gehen darf, ist keine amerikanische Frage allein.