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Thursday, 17. September 2026
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International

USA drohen mit Sanktionen gegen Iran-Handelspartner

Die US-Regierung verschärft ihren wirtschaftlichen Druck auf Iran durch neue Sekundärsanktionen, die Handelspartner in mehreren Ländern – darunter China, die Vereinigten Arabischen Emirate, Singapur und Frankreich – treffen. 60 Einzelpersonen, Unternehmen und Schiffe sind von den Maßnahmen betroffen. Für Deutschland und Mecklenburg-Vorpommern könnten sich indirekte Auswirkungen durch eine weitere Belastung des globalen Handelsklimas ergeben, insbesondere wenn die ohnehin angespannten Beziehungen zwischen den USA und China zusätzlich unter Druck geraten. Europäische Unternehmen sind gut beraten, ihre Lieferketten und Geschäftsbeziehungen im Blick zu behalten.

Die Ausweitung von Sekundärsanktionen berührt grundlegende Fragen des Völkerrechts und des multilateralen Handelssystems, das auf regelbasierten Normen aufbaut. Für europäische Unternehmen entstehen konkrete Risiken, wenn US-Sanktionen extraterritorial wirken und eigentlich legitime Handelsbeziehungen unter Druck geraten. Die Entwicklung zeigt, wie wirtschaftliche Machtinstrumente zunehmend geopolitisch eingesetzt werden – mit Folgen für offene Gesellschaften und ihre Außenwirtschaftsfreiheit.

Im internationalen Kontext markiert diese Ankündigung eine Eskalationsstufe im Iran-Konflikt, der nun gezielt über Finanzkanäle geführt wird. Besonders die Frage, ob chinesische Banken künftig sanktioniert werden, könnte die globalen Kapitalmärkte und den Handel erheblich beeinflussen. Für Europa und Deutschland ist relevant, wie weit US-Sekundärsanktionen reichen und ob europäische Unternehmen betroffen sein könnten. Der bevorstehende Trump-Xi-Gipfel im September wird zeigen, ob Diplomatie die Sanktionsspirale bremsen kann.