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Saturday, 26. September 2026
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Demokratie & Zivilgesellschaft

USA entziehen 175.000 Menschen die Visa – Grundrechte unter Druck

Die US-Regierung hat seit Jahresbeginn mehr als 175.000 Visa widerrufen und begründet Einreisesperren auch mit Social-Media-Aktivitäten. Menschenrechtsorganisationen sehen darin einen gefährlichen Eingriff in die Meinungsfreiheit und warnen vor der Ausweitung digitaler Überwachung staatlicher Behörden. Die Maßnahmen treffen auch Menschen mit gültigen Aufenthaltstiteln und schaffen eine rechtliche Grauzone, die internationale Kritik auf sich zieht. Demokratische Grundrechte geraten unter Druck, wenn politische Meinungsäußerungen im Netz als Einreisehindernis gewertet werden.

Wenn ein Staat Aufenthaltsrechte anhand von Social-Media-Posts entzieht, greift er direkt in die Meinungsfreiheit ein – und schafft ein Klima der Selbstzensur, das alle betrifft, nicht nur Migrantinnen und Migranten. Das betrifft das Fundament offener Gesellschaften: Wer frei sprechen darf, entscheidet am Ende darüber, wer dazugehört und wer nicht. Diese Entwicklung in den USA sendet ein Signal, das autoritäre Regierungen weltweit als Vorlage nutzen können.

In einer Zeit, in der auch europäische Länder über schärfere Migrationskontrollen und digitale Überwachung diskutieren, zeigt das US-Beispiel, wohin diese Logik führt: zur Kriminalisierung von Meinungsäußerungen und zur Entrechtung von Menschen ohne starke Lobby. Für Deutschland und Mecklenburg-Vorpommern, wo Migrationspolitik stark aufgeladen diskutiert wird, ist das eine wichtige Warnung. Wer Grundrechte nur für Staatsbürger denkt, baut an einer Gesellschaft, in der sie für alle unsicherer werden.