USA entziehen 175.000 Menschen die Visa – Grundrechte unter Druck
Wenn ein Staat Aufenthaltsrechte anhand von Social-Media-Posts entzieht, greift er direkt in die Meinungsfreiheit ein – und schafft ein Klima der Selbstzensur, das alle betrifft, nicht nur Migrantinnen und Migranten. Das betrifft das Fundament offener Gesellschaften: Wer frei sprechen darf, entscheidet am Ende darüber, wer dazugehört und wer nicht. Diese Entwicklung in den USA sendet ein Signal, das autoritäre Regierungen weltweit als Vorlage nutzen können.
In einer Zeit, in der auch europäische Länder über schärfere Migrationskontrollen und digitale Überwachung diskutieren, zeigt das US-Beispiel, wohin diese Logik führt: zur Kriminalisierung von Meinungsäußerungen und zur Entrechtung von Menschen ohne starke Lobby. Für Deutschland und Mecklenburg-Vorpommern, wo Migrationspolitik stark aufgeladen diskutiert wird, ist das eine wichtige Warnung. Wer Grundrechte nur für Staatsbürger denkt, baut an einer Gesellschaft, in der sie für alle unsicherer werden.