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Tuesday, 15. September 2026
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Demokratie & Zivilgesellschaft

USA: Exilierter Journalist aus Nicaragua von ICE festgenommen

Der nicaraguanische Exiljournalist Luis Galeano wurde im September 2026 in den USA von Einwanderungsbehörden festgenommen, obwohl er vor staatlicher Repression geflohen war und im Exil weiter kritisch berichtete. Internationale Pressefreiheitsorganisationen warnen vor einem Muster, bei dem Einwanderungsrecht gezielt als Instrument gegen unabhängige Medienschaffende eingesetzt wird. Dieser Fall zeigt, wie Pressefreiheit und Schutz von Geflüchteten untrennbar miteinander verbunden sind. Demokratische Gesellschaften stehen in der Pflicht, Menschen zu schützen, die anderswo für freie Berichterstattung verfolgt wurden.

Wenn Journalisten, die vor Verfolgung geflohen sind, im vermeintlichen Aufnahmeland erneut zur Zielscheibe staatlicher Macht werden, untergräbt das das globale Asylsystem und sendet ein gefährliches Signal an alle, die unter Lebensgefahr berichten. Der Fall zeigt: Pressefreiheit ist nicht gesichert, solange sie von politischen Mehrheiten abhängt – sie braucht verlässliche rechtliche Schutzstrukturen. Eine freie Gesellschaft misst sich daran, wie sie die Schwächsten schützt, nicht die Mächtigsten.

Dieser Fall ist kein Einzelfall, sondern Teil eines dokumentierten Musters: Die Trump-Regierung nutzt Migrationsbehörden als Druckmittel gegen unbequeme Stimmen. Für Journalistinnen und Journalisten weltweit – auch in Europa – zeigt das, wie fragil internationale Schutzversprechen sind. Organisationen wie CPJ leisten hier unverzichtbare Arbeit, die durch zivilgesellschaftliche Solidarität gestärkt werden muss. Die Frage ist, welche Staaten und Institutionen jetzt deutlich widersprechen.