USA: Geheimdienst überwacht Gewerkschaften und Klimaaktivisten
Wenn ein demokratischer Staat systematisch Gewerkschaften, Klimaaktivisten und Bürgerrechtsinitiativen als potenzielle Terroristen behandelt, gefährdet das die Grundlagen offener Gesellschaften weltweit. Die Kriminalisierung zivilgesellschaftlichen Protests schüchtert Menschen ein, die sonst für das Gemeinwohl eintreten würden – und das ist kein Zufall, sondern Methode. Für Demokratien in Europa ist das ein Warnsignal: Was heute in Minneapolis passiert, beschreibt den Werkzeugkasten autoritärer Tendenzen auch anderswo.
Der Fall zeigt exemplarisch, wie staatliche Sicherheitsbehörden den Begriff 'Terrorismus' ausweiten, um legitime politische Opposition zu delegitimieren. Gewerkschaften, die Streikfonds verwalten, werden plötzlich zu Verdächtigen in Terrorfinanzierungsermittlungen – das ist keine Sicherheitspolitik, das ist Einschüchterung. Für die Demokratiedebatte in Deutschland und Mecklenburg-Vorpommern stellt sich die Frage: Welche Mechanismen schützen hier die Zivilgesellschaft vor ähnlichen Entwicklungen, und sind diese Schutzmechanismen stark genug?