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Sunday, 13. September 2026
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International

USA plant Tiefseebergbau im Pazifik – Territorien protestieren

Die US-Regierung plant die Versteigerung von rund 28 Millionen Hektar Meeresgrund nahe dem Marianengraben für Tiefseebergbau-Projekte, um im geopolitischen Wettbewerb mit China um strategische Rohstoffe zu bestehen. Die betroffenen US-Territorien Nördliche Marianen und Guam stellen sich klar gegen das Vorhaben und fordern ein Mitspracherecht bei Entscheidungen, die ihren Lebensraum betreffen. Umweltorganisationen warnen vor irreversiblen Schäden an marinen Ökosystemen, die noch kaum erforscht sind. Der Konflikt verdeutlicht die wachsende Spannung zwischen dem globalen Rohstoffbedarf für die Energiewende und dem Schutz der Tiefsee als eines der letzten unberührten Naturräume der Erde.

Der Tiefseebergbau greift in kaum erforschte und besonders empfindliche Ökosysteme ein, deren Zerstörung weitreichende Folgen für die gesamte Meeresbiodiversität haben könnte. Gleichzeitig offenbart der Konflikt ein strukturelles Spannungsfeld: Ressourcensicherheit und geopolitische Konkurrenz werden gegen den Schutz globaler Gemeingüter ausgespielt. Für eine offene Gesellschaft ist entscheidend, dass solche Entscheidungen transparent und unter Einbindung betroffener Gemeinschaften getroffen werden – und nicht allein nach machtpolitischen Interessen.

Das Vorhaben steht exemplarisch für die wachsende Bedeutung kritischer Mineralien in der globalen Energiewende und Technologieproduktion. Europa und Deutschland sind auf Rohstoffe wie Mangan, Kobalt und Nickel angewiesen – und stehen vor der Frage, auf welchem Weg diese beschafft werden. Die internationale Debatte um Tiefseebergbau-Regulierung durch die Internationale Meeresbodenbehörde zeigt, wie dringend multilaterale Lösungen gebraucht werden, die ökologische Grenzen respektieren.