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Monday, 22. June 2026
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International

USA schieben Schutzsuchende in kriegsgefährdete ZAR ab

Die US-Regierung hat mehrere Schutzsuchende, darunter eine vor dem iranischen Regime geflohene Frau, in die Zentralafrikanische Republik abgeschoben – ein Land, das das US-Außenministerium selbst als eines der gefährlichsten der Welt einstuft. Menschenrechtsorganisationen sehen darin einen klaren Verstoß gegen das völkerrechtliche Refoulement-Verbot, das die Rückführung von Menschen in Gebiete untersagt, in denen ihnen Verfolgung oder ernsthafte Gefahr droht. Diese Praxis stellt grundlegende Prinzipien des internationalen Flüchtlingsschutzes in Frage und sendet ein beunruhigendes Signal für den Umgang mit Schutzsuchenden weltweit. Zivilgesellschaftliche und humanitäre Organisationen fordern ein sofortiges Ende dieser Abschiebungen und die Einhaltung internationaler Schutzstandards.

Abschiebungen in Länder mit akuter Lebensgefahr untergraben das internationale Schutzsystem für Verfolgte und stellen das Fundament des humanitären Völkerrechts in Frage. Wenn Staaten trotz eigener Reisewarnungen Menschen in diese Gebiete abschieben, sendet das ein gefährliches Signal an andere Regierungen – auch in Europa – und schwächt das globale Asylrecht als Schutzinstrument für Verfolgte.

Dieser Fall zeigt exemplarisch, wie migrationspolitischer Druck das Prinzip des Non-Refoulement aushöhlen kann. Für die europäische und deutsche Asyl- und Außenpolitik stellt sich die Frage, ob und wie auf solche Praktiken eines wichtigen Partners reagiert wird. Zivilgesellschaftliche Organisationen und das UNHCR sind gefordert, rechtliche Schritte einzuleiten und öffentlichen Druck aufrechtzuerhalten.