USA: Trump-Regierung löscht fast 400 öffentliche Datensätze
Öffentliche Daten sind keine abstrakte Ressource – sie sind die Grundlage für Entscheidungen in Gesundheitsversorgung, Umweltschutz und Sozialpolitik, die Millionen Menschen direkt betreffen. Wer staatliche Daten löscht, löscht damit auch die Sichtbarkeit von Problemen: Ohne Zahlen zu Gewalt gegen Kinder oder Polizeimissbrauch kann keine Rechenschaft eingefordert werden. Das ist ein klassischer Machtmechanismus – und er trifft immer zuerst diejenigen, die ohnehin keine starke Lobby haben.
Was in den USA passiert, ist kein rein amerikanisches Problem: Wenn eine Weltmacht systematisch Informationsfreiheit untergräbt, beeinflusst das globale wissenschaftliche Netzwerke, internationale Gesundheitsberichte und den Druck auf andere Regierungen, Transparenz zu wahren. Für Europa und auch für Deutschland ist das ein Warnsignal, eigene Informationsfreiheitsgesetze und unabhängige Datenarchive zu stärken. Die Lehre aus der Geschichte – auch aus ostdeutscher Erfahrung – lautet: Wer Daten kontrolliert, kontrolliert die Wirklichkeit.