USA und Iran unterzeichnen Friedensabkommen – Straße von Hormus bleibt Kostenfaktor
Ein Ende der US-Iran-Kriegshandlungen stärkt die internationale Stabilität und reduziert das Risiko einer weiteren Eskalation im gesamten Nahen Osten. Für offene Gesellschaften weltweit bedeutet Diplomatie statt Krieg mehr Raum für zivile und wirtschaftliche Entwicklung. Die Durchfahrtgebühren an der Straße von Hormus könnten allerdings Energiepreise weltweit beeinflussen und damit auch Bürgerinnen und Bürger in Deutschland treffen.
Das Abkommen markiert eine neue Phase der US-Außenpolitik unter Trump und stellt die europäische Diplomatie vor die Frage, welche Rolle die EU künftig in Nahost-Verhandlungen spielen kann. Für Deutschland und die Energieversorgung Europas ist die angekündigte Mautpflicht an der Straße von Hormus ein relevanter wirtschaftlicher Faktor. Die Vereinbarung bietet zugleich eine Chance für eine neue multilaterale Nahostpolitik, an der zivilgesellschaftliche und staatliche Akteure gleichermaßen mitwirken sollten.