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Thursday, 17. September 2026
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Regional MV

Usedom: Nachtbaustelle für Wolgaster Umgehungsstraße belastet Anwohner

Für den Bau der Umgehungsstraße bei Wolgast, die künftig als Hauptzufahrt zur Insel Usedom dienen soll, werden die Arbeiten jetzt auch nachts durchgeführt. Auf die Anwohnerinnen und Anwohner kommen damit monatelange Lärmbelästigungen zu. Die Nachtbauphasen sollen das Projekt beschleunigen und langfristig den Verkehr auf der stark belasteten Inselzufahrt entlasten. Entscheidend wird sein, wie gut die Betroffenen über den genauen Zeitplan informiert werden und welche konkreten Maßnahmen zum Lärmschutz tatsächlich umgesetzt werden.

Infrastrukturprojekte wie die Wolgaster Umgehungsstraße sind für die Mobilität und wirtschaftliche Anbindung einer Inselregion wie Usedom grundlegend wichtig. Dennoch tragen die direkten Belastungen durch Nachtlärm meist jene, die am wenigsten gefragt werden: Anwohnerinnen und Anwohner, die weder Bauaufträge erhalten noch von der neuen Straße besonders profitieren. Transparente Kommunikation über Bauphasen, Lärmschutzmaßnahmen und Anlaufstellen für Beschwerden ist das Mindeste, was die öffentliche Hand hier schuldet.

Für die Menschen entlang der Baustrecke bedeutet das konkret: weniger Schlaf, mehr Stress, über Monate hinweg. Die Frage, ob ausreichende Lärmschutzmaßnahmen ergriffen wurden und ob es eine echte Anlaufstelle für Betroffene gibt, ist noch nicht beantwortet. Langfristig kann eine Umgehungsstraße den Stau auf der Inselzufahrt und die Belastung der Ortsdurchfahrten deutlich reduzieren – das ist ein echter Gewinn für die Region. Bis dahin braucht es jedoch klare Informationen und verlässliche Ansprechpartner für die Anwohnerschaft.