Verbraucherzentralen: E-Auto-Förderung auf günstige Modelle fokussieren
Die Forderung nach einkommenssensiblen Kaufanreizen adressiert ein zentrales Gerechtigkeitsproblem der Verkehrswende: Bisher profitieren vor allem einkommensstärkere Haushalte von staatlicher E-Auto-Förderung, während einkommensschwächere Bevölkerungsgruppen weiter auf ältere Verbrenner angewiesen bleiben. Eine Umgestaltung der Förderung hin zu günstigen Fahrzeugsegmenten könnte die gesellschaftliche Akzeptanz der Mobilitätswende erhöhen und sie zu einem echten Gemeinschaftsprojekt machen.
Für Mecklenburg-Vorpommern mit seinem großen ländlichen Raum und unterdurchschnittlichen Haushaltseinkommen ist erschwingliche Elektromobilität keine Luxusfrage, sondern eine Voraussetzung für funktionierende Alltagsmobilität. Eine auf günstige Modelle ausgerichtete Förderung würde hier besonders wirken, da viele Haushalte auf ein eigenes Fahrzeug angewiesen sind und der ÖPNV in der Fläche lückenhaft bleibt. Kommunale Akteure und Bürgerenergiegenossenschaften in MV könnten solche Impulse nutzen, um kombinierte Angebote aus Solarstrom und Elektrofahrzeugen für einkommensschwächere Mitglieder zu entwickeln.