Verfassungswidrige Polizei-Superdatenbank: Grundrechte in Gefahr
Eine dauerhafte staatliche Superdatenbank, die Millionen von Bürger:innen ohne konkreten Anlass erfasst, verschiebt das Machtgefüge zwischen Staat und Individuum fundamental. Wer überwacht wird, verhält sich anders – das ist besonders gefährlich für Menschen, die politisch aktiv sind, Minderheiten angehören oder sich in einem schwierigen sozialen Umfeld bewegen. Transparente, rechtsstaatlich verankerte Grenzen für staatliche Datenspeicherung sind eine Grundvoraussetzung für eine freie, offene Gesellschaft.
Dieser Artikel zeigt, wie gesetzliche Graubereiche geschaffen werden, die staatliche Kontrollmacht enorm ausweiten – ohne öffentliche Debatte und ohne klare demokratische Legitimation. Die Frage, wer in solchen Datenbanken landet und wer darüber entscheidet, ist keine technische, sondern eine politische. Bürger:innen und Zivilgesellschaft sollten jetzt Druck machen, bevor parlamentarische Mehrheiten diese Strukturen zementieren.