Versicherer fordern mehr Investitionen für Klimaresilienz
Klimaresilienz ist keine Versicherungsfrage allein, sondern eine gesellschaftliche Gestaltungsaufgabe. Wer in klimafeste Infrastruktur investiert, schützt nicht nur Unternehmensgewinne, sondern auch Arbeitsplätze, kommunale Daseinsvorsorge und die Gesundheit der Menschen. Entscheidend wird sein, dass diese Investitionen sozial gerecht verteilt werden und nicht allein Eigentümer und Unternehmen profitieren, während Mieter und einkommensschwache Haushalte die Hitze schutzlos trifft.
Für Mecklenburg-Vorpommern mit seinen langen Küstenlinien, flachen Binnengewässern und einem erheblichen Anteil älterer Gebäudesubstanz ist das Thema Klimaresilienz besonders drängend. Kommunen könnten Förderprogramme für hitzeschutzgerechtes Sanieren und klimafeste Infrastruktur nutzen, um gleichzeitig lokale Handwerksberufe zu stärken. Die Forderung der Versicherer kann als politischer Rückenwind für Kommunen verstanden werden, die entsprechende Investitionen bisher schwer durchsetzen konnten.